Andermatt Music: Alpenglühen mit dem Azahar Ensemble

Beschreibung

Von einer «verhassten Arbeit» sprach Mozart im Zusammenhang mit seinem «Andante F-Dur für Orgelwalze», das den Konzertabend des Azahar Ensemble eröffnet: Grund für Mozarts Unzufriedenheit war das klanglich etwas eintönige und in seinen Ohren offenbar wenig reizvolle Resultat, da die Pfeifen des Orgel-Automaten allzu «kindisch» tönten. In Andermatt erklingt das Werk nun nicht mithilfe einer Stiftwalze, die einen Automatismus in Gang und das Stück ohne Musiker zur Aufführung bringt, sondern in einem Arrangement für Bläserquintett: In der Interpretation des preisgekrönten Azahar Ensembles, bekannt für seine aussergewöhnliche Klangkultur, erhält das Stück eine neue Klangqualität. Durch den Farbenreichtum des Azahar Ensembles bleibt es dabei ein Leichtes, trotz des Arrangements den durch die hohen Bläserstimmen suggerierten Klang einer kleinen Orgel zu hören und den in Mozarts Komposition vertonten Leierkastenmann vor dem inneren Auge zu sehen. George Templeton Strong, dessen Werk «Cinq aquarelles» aufgeführt wird, wurde 1856 in New York geboren. Er liess sich nach mehreren Aufenthalten 1897 endgültig in der Schweiz nieder, wo er 1948 in Genf starb. In der Schweiz widmete er sich verstärkt der Aquarellmalerei, schrieb aber auch mehrere Symphonische Dichtungen und Kammermusik. Wie sehr Musik und Malerei in Strongs Werk verschränkt sind, wird in seinem klangschönen und farbigen Stück für Bläserquintett «Cinq aquarelles» offenkundig. Auch im zweiten Konzertteil evoziert das Azahar Ensemble musikalische Klangbilder: Mit den beide Werken des spanischen Komponisten Joaquín Turina Pérez, Sohn des Genremalers Joaquín Turina y Areal, erklingt eine Musik in der er die Farben, die Rhythmen und das Leben seiner Andalusischen Heimat zeichnet. In «La oración del torero» («Das Gebet des Stierkämpfers») – einem Schlüsselwerk des Komponisten, das ihm nationale Anerkennung einbrachte – vereint Turina die altbekannten spanischen Themen Religion und Stierkampf und schildert die Szene eines Toreros vor dem Kampf. Die Stimmung beschrieb er anlässlich der Uraufführung wie folgt: «Ich befand mich auf dem Pferdehof, wo sich hinter einer kleinen Tür die Kapelle befand, in die die Stierkämpfer kamen, um einen Moment zu beten, bevor sie sich dem Tod stellten. Dieser subjektiv musikalische und ausdrucksstarke Kontrast bot sich mir dann in seiner ganzen Fülle: der ferne Lärm der Stierkampfarena, das Warten des Publikums auf das Fest, die Salbung derer, die vor diesem armen Altar voller liebenswerter Poesie zu Gott für ihr Leben, für ihre Seele, für ihren Schmerz, für die Illusion und die Hoffnung beteten, die sie vielleicht in wenigen Augenblicken für immer in dieser Manege voller Musik und Sonnenschein verlassen würden.» Und so bietet die Komposition – mal ruhig, mal mit treibenden Rhythmen, mal mit temperamentvollen Ausbrüchen und dann wieder in sich gekehrt – eine Vielzahl an Farben, Stimmungen und Energieverläufen, die das Azahar Ensemble auf einzigartige Weise auf die Bühne bringt. Programm: Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791); Andante F-Dur für Orgelwalze, KV 616 (arrangiert von Ulf-Guido Schäfer) George Onslow (1784–1853); Bläserquintett F-Dur, op. 81 Joaquín Turina Pérez (1882–1949); La oración del torero, op. 34 George Templeton Strong (1856–1948); Cinq aquarelles Joaquín Turina Perez; Cinco Danzas Gitanas, op. 55

Preisinformation

CHF 90.00 / 75.00 / 60.00 / 45.00 Studierende und Lernende (bis 30 Jahre): 50% auf sämtliche Tickets

Webseite

https://andermattmusic.ch/de/event/alpengluehen/

Von einer «verhassten Arbeit» sprach Mozart im Zusammenhang mit seinem «Andante F-Dur für Orgelwalze», das den Konzertabend des Azahar Ensemble eröffnet: Grund für Mozarts Unzufriedenheit war das klanglich etwas eintönige und in seinen Ohren offenbar wenig reizvolle Resultat, da die Pfeifen des Orgel-Automaten allzu «kindisch» tönten. In Andermatt erklingt das Werk nun nicht mithilfe einer Stiftwalze, die einen Automatismus in Gang und das Stück ohne Musiker zur Aufführung bringt, sondern in einem Arrangement für Bläserquintett: In der Interpretation des preisgekrönten Azahar Ensembles, bekannt für seine aussergewöhnliche Klangkultur, erhält das Stück eine neue Klangqualität. Durch den Farbenreichtum des Azahar Ensembles bleibt es dabei ein Leichtes, trotz des Arrangements den durch die hohen Bläserstimmen suggerierten Klang einer kleinen Orgel zu hören und den in Mozarts Komposition vertonten Leierkastenmann vor dem inneren Auge zu sehen. George Templeton Strong, dessen Werk «Cinq aquarelles» aufgeführt wird, wurde 1856 in New York geboren. Er liess sich nach mehreren Aufenthalten 1897 endgültig in der Schweiz nieder, wo er 1948 in Genf starb. In der Schweiz widmete er sich verstärkt der Aquarellmalerei, schrieb aber auch mehrere Symphonische Dichtungen und Kammermusik. Wie sehr Musik und Malerei in Strongs Werk verschränkt sind, wird in seinem klangschönen und farbigen Stück für Bläserquintett «Cinq aquarelles» offenkundig. Auch im zweiten Konzertteil evoziert das Azahar Ensemble musikalische Klangbilder: Mit den beide Werken des spanischen Komponisten Joaquín Turina Pérez, Sohn des Genremalers Joaquín Turina y Areal, erklingt eine Musik in der er die Farben, die Rhythmen und das Leben seiner Andalusischen Heimat zeichnet. In «La oración del torero» («Das Gebet des Stierkämpfers») – einem Schlüsselwerk des Komponisten, das ihm nationale Anerkennung einbrachte – vereint Turina die altbekannten spanischen Themen Religion und Stierkampf und schildert die Szene eines Toreros vor dem Kampf. Die Stimmung beschrieb er anlässlich der Uraufführung wie folgt: «Ich befand mich auf dem Pferdehof, wo sich hinter einer kleinen Tür die Kapelle befand, in die die Stierkämpfer kamen, um einen Moment zu beten, bevor sie sich dem Tod stellten. Dieser subjektiv musikalische und ausdrucksstarke Kontrast bot sich mir dann in seiner ganzen Fülle: der ferne Lärm der Stierkampfarena, das Warten des Publikums auf das Fest, die Salbung derer, die vor diesem armen Altar voller liebenswerter Poesie zu Gott für ihr Leben, für ihre Seele, für ihren Schmerz, für die Illusion und die Hoffnung beteten, die sie vielleicht in wenigen Augenblicken für immer in dieser Manege voller Musik und Sonnenschein verlassen würden.» Und so bietet die Komposition – mal ruhig, mal mit treibenden Rhythmen, mal mit temperamentvollen Ausbrüchen und dann wieder in sich gekehrt – eine Vielzahl an Farben, Stimmungen und Energieverläufen, die das Azahar Ensemble auf einzigartige Weise auf die Bühne bringt. Programm: Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791); Andante F-Dur für Orgelwalze, KV 616 (arrangiert von Ulf-Guido Schäfer) George Onslow (1784–1853); Bläserquintett F-Dur, op. 81 Joaquín Turina Pérez (1882–1949); La oración del torero, op. 34 George Templeton Strong (1856–1948); Cinq aquarelles Joaquín Turina Perez; Cinco Danzas Gitanas, op. 55

Preisinformation

CHF 90.00 / 75.00 / 60.00 / 45.00 Studierende und Lernende (bis 30 Jahre): 50% auf sämtliche Tickets

Webseite

https://andermattmusic.ch/de/event/alpengluehen/

Standort