Andermatt Music: Die Geschichte vom Soldaten

Beschreibung

Eine alte Geige, ein Zauberbuch, das grossen Reichtum verspricht, und der Teufel – das sind die drei Hauptzutaten der «Geschichte vom Soldaten». Das Volksmärchen erzählt vom verhängnisvollen Handel eines heimkehrenden Infanteristen mit dem Beelzebub: Der Soldat bringt dem Teufel innert drei Tagen das Geigenspiel bei und überlässt diesem schliesslich seine Violine, wofür er als Gegenleistung ein Buch erhält, dessen geheimer Inhalt ihn wohlhabend werden lässt. Doch der Deal hat seinen Preis – und so erreicht der Soldat seine Heimat nicht drei Tage, sondern drei Jahre später, sodass ihn weder Mutter noch Verlobte wiedererkennt. Obwohl er durch das Zauberbuch zu Reichtum gelangt ist, zieht der Deserteur nun vereinsamt durch die Welt; um der Isolation zu entkommen, macht er es sich zur Aufgabe, eine Prinzessin zu heilen, die der Teufel zuvor verflucht hatte. Durch List beim Kartenspiel und mithilfe einer Menge Alkohol gelingt es dem Soldaten, dem Beelzebub seine alte Geige wieder zu entwenden. Durch das Violinenspiel wird die Prinzessin geheilt und beginnt zu tanzen – der Teufel bricht erschöpft zusammen. Doch scheint der Satan noch nicht besiegt: Als der Märchenheld sich seiner Heimat wieder nähern will, lauert ihm der Teufel erneut auf. «Zwischen Chur und Wallenstadt, heimwärts wandert ein Soldat» – so beginnt Igor Strawinskys Musiktheaterwerk «L’Histoire du soldat» und versetzt das altrussische Märchen kurzerhand in die Schweiz. Wie kam es dazu? Zwischen 1915 und 1920 war Strawinsky nahe Lausanne ansässig. Der herrschende Erste Weltkrieg erschwerte die Engagements und Auftragsmöglichkeiten an grossen Theatern derart, dass der Komponist sein Schaffen notgedrungen anpassen musste: Gemeinsam mit dem bedeutenden Waadtländer Dichter Charles Ferdinand Ramuz konzipierte er aus der russischen Vorlage ein Bühnenstück für kleines Instrumentalensemble, Erzähler und Tänzer, das auch von einer wandernden Theatertruppe aufgeführt werden konnte. Strawinskys Stil jedoch bleibt kosmopolitisch: Es erklingen Klezmer-Klänge, Pasodoble wie auch ein Luther-Choral, und die Prinzessin tanzt zu Tango, Walzer und Ragtime. Erzählt wird die Geschichte vom Altdorfer Schauspieler Andri Schenardi, gespielt von Solisten des Swiss Orchestra unter der Leitung von Lena-Lisa Wüstendörfer. Programm: Igor Strawinsky (1892–1971): Die Geschichte vom Soldaten

Preisinformation

CHF 90.00 / 75.00 / 60.00 / 45.00 Studierende und Lernende (bis 30 Jahre): 50% auf sämtliche Tickets

Webseite

https://andermattmusic.ch/de/event/die-geschichte-vom-soldaten

Eine alte Geige, ein Zauberbuch, das grossen Reichtum verspricht, und der Teufel – das sind die drei Hauptzutaten der «Geschichte vom Soldaten». Das Volksmärchen erzählt vom verhängnisvollen Handel eines heimkehrenden Infanteristen mit dem Beelzebub: Der Soldat bringt dem Teufel innert drei Tagen das Geigenspiel bei und überlässt diesem schliesslich seine Violine, wofür er als Gegenleistung ein Buch erhält, dessen geheimer Inhalt ihn wohlhabend werden lässt. Doch der Deal hat seinen Preis – und so erreicht der Soldat seine Heimat nicht drei Tage, sondern drei Jahre später, sodass ihn weder Mutter noch Verlobte wiedererkennt. Obwohl er durch das Zauberbuch zu Reichtum gelangt ist, zieht der Deserteur nun vereinsamt durch die Welt; um der Isolation zu entkommen, macht er es sich zur Aufgabe, eine Prinzessin zu heilen, die der Teufel zuvor verflucht hatte. Durch List beim Kartenspiel und mithilfe einer Menge Alkohol gelingt es dem Soldaten, dem Beelzebub seine alte Geige wieder zu entwenden. Durch das Violinenspiel wird die Prinzessin geheilt und beginnt zu tanzen – der Teufel bricht erschöpft zusammen. Doch scheint der Satan noch nicht besiegt: Als der Märchenheld sich seiner Heimat wieder nähern will, lauert ihm der Teufel erneut auf. «Zwischen Chur und Wallenstadt, heimwärts wandert ein Soldat» – so beginnt Igor Strawinskys Musiktheaterwerk «L’Histoire du soldat» und versetzt das altrussische Märchen kurzerhand in die Schweiz. Wie kam es dazu? Zwischen 1915 und 1920 war Strawinsky nahe Lausanne ansässig. Der herrschende Erste Weltkrieg erschwerte die Engagements und Auftragsmöglichkeiten an grossen Theatern derart, dass der Komponist sein Schaffen notgedrungen anpassen musste: Gemeinsam mit dem bedeutenden Waadtländer Dichter Charles Ferdinand Ramuz konzipierte er aus der russischen Vorlage ein Bühnenstück für kleines Instrumentalensemble, Erzähler und Tänzer, das auch von einer wandernden Theatertruppe aufgeführt werden konnte. Strawinskys Stil jedoch bleibt kosmopolitisch: Es erklingen Klezmer-Klänge, Pasodoble wie auch ein Luther-Choral, und die Prinzessin tanzt zu Tango, Walzer und Ragtime. Erzählt wird die Geschichte vom Altdorfer Schauspieler Andri Schenardi, gespielt von Solisten des Swiss Orchestra unter der Leitung von Lena-Lisa Wüstendörfer. Programm: Igor Strawinsky (1892–1971): Die Geschichte vom Soldaten

Preisinformation

CHF 90.00 / 75.00 / 60.00 / 45.00 Studierende und Lernende (bis 30 Jahre): 50% auf sämtliche Tickets

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