Andermatt Music: Hélène Grimaud

Beschreibung

Hélène Grimaud, eine der poetischsten Pianistinnen unserer Zeit, präsentiert in Andermatt einen grossen Abend voller Kleinigkeiten mit flüchtigen Momenten, die nachhallen. Ihr Programm besteht aus Werken von Chopin, Satie, Debussy, Silvestrov und Schumann, die als mosaikartig zusammengesetzte Miniaturen erklingen und – eines Kaleidoskops gleich – ein wechselhaftes Farben- und Formenspiel entfalten. Dabei werden in den Stücken unterschiedliche Mittel angewandt, um die Zuhörer*innen in einen – wie Hélène Grimaud es nennt – «kontemplativen Zustand zu versetzen: transparente Texturen, nostalgische und melancholische Stimmungen, zyklische Strukturen. Es sind einfache, oder besser: schlichte Stücke; in gewissem Sinne ist es immaterielle Musik. Sie erzeugt flüchtige, zarte Spiegelungen – Traumbilder dessen, was war oder hätte sein können.» Chopins «Nocturne», Debussys «Rêverie» und «Clair de lune» lassen eine nächtliche, traumartige Atmosphäre aufkommen, die durch Tänze – etwa Saties «Gnossiennes», Silvestrovs «Bagatellen» oder Debussys und Chopins Walzer – durchbrochen werden. So vermischen sich traumhafte Zustände der Nacht und rauschartige Zustände des Tanzes zu einem Gefühl, das Hélène Grimaud wie folgt beschreibt: «Die fast hypnotisch wirkenden, repetitiven Rhythmen der Tänze von Chopin und Satie bewegen sich innerhalb dieser besinnlichen, meditativen Ausdruckspalette, ähnlich einer endlosen Klage. Wie in einer schwebenden, magischen Trance bereisen wir weitläufige, innere Landschaften, ohne dass der Zauber jemals gebrochen wird.» Nach der Pause erklingt Schumanns Zyklus «Kreisleriana», der als ein Schlüsselwerk der romantischen Klavierliteratur gilt. Die aus acht Sätzen bestehende Komposition mit ihren punktierten Rhythmen und den auftaktigen Themen wecken Assoziationen an barocke Tanzmusik. Treffend bezeichnete Karl Böhmer den vierten Satz als ein «im Dämmerzustand verharrendes, phlegmatisches Adagio», den fünften als ein «fantastischer Tanz», womit die Motive des Abends in Schumanns Zyklus kulminieren.

Preisinformation

CHF 160 / 125 / 90 / 65

Webseite

https://andermattmusic.ch/de/event/helene-grimaud/

Hélène Grimaud, eine der poetischsten Pianistinnen unserer Zeit, präsentiert in Andermatt einen grossen Abend voller Kleinigkeiten mit flüchtigen Momenten, die nachhallen. Ihr Programm besteht aus Werken von Chopin, Satie, Debussy, Silvestrov und Schumann, die als mosaikartig zusammengesetzte Miniaturen erklingen und – eines Kaleidoskops gleich – ein wechselhaftes Farben- und Formenspiel entfalten. Dabei werden in den Stücken unterschiedliche Mittel angewandt, um die Zuhörer*innen in einen – wie Hélène Grimaud es nennt – «kontemplativen Zustand zu versetzen: transparente Texturen, nostalgische und melancholische Stimmungen, zyklische Strukturen. Es sind einfache, oder besser: schlichte Stücke; in gewissem Sinne ist es immaterielle Musik. Sie erzeugt flüchtige, zarte Spiegelungen – Traumbilder dessen, was war oder hätte sein können.» Chopins «Nocturne», Debussys «Rêverie» und «Clair de lune» lassen eine nächtliche, traumartige Atmosphäre aufkommen, die durch Tänze – etwa Saties «Gnossiennes», Silvestrovs «Bagatellen» oder Debussys und Chopins Walzer – durchbrochen werden. So vermischen sich traumhafte Zustände der Nacht und rauschartige Zustände des Tanzes zu einem Gefühl, das Hélène Grimaud wie folgt beschreibt: «Die fast hypnotisch wirkenden, repetitiven Rhythmen der Tänze von Chopin und Satie bewegen sich innerhalb dieser besinnlichen, meditativen Ausdruckspalette, ähnlich einer endlosen Klage. Wie in einer schwebenden, magischen Trance bereisen wir weitläufige, innere Landschaften, ohne dass der Zauber jemals gebrochen wird.» Nach der Pause erklingt Schumanns Zyklus «Kreisleriana», der als ein Schlüsselwerk der romantischen Klavierliteratur gilt. Die aus acht Sätzen bestehende Komposition mit ihren punktierten Rhythmen und den auftaktigen Themen wecken Assoziationen an barocke Tanzmusik. Treffend bezeichnete Karl Böhmer den vierten Satz als ein «im Dämmerzustand verharrendes, phlegmatisches Adagio», den fünften als ein «fantastischer Tanz», womit die Motive des Abends in Schumanns Zyklus kulminieren.

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CHF 160 / 125 / 90 / 65

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