Zwischen Saiten und Bergen
Event Informationen
Beschreibung
Acht Streichinstrumente, zwei Oktette, eine Bühne: Die Swiss Orchestra Soloists spielen Stücke von Joachim Raff und Felix Mendelssohn Bartholdy für diese Achter-Besetzung, die es beinahe schon mit der Klangfülle eines Streichorchesters aufnehmen kann. Swiss Orchestra Soloists Sherniyaz Mussakhan, Jana Ozolina, Matthias Bruns & Emanuele Zanforlin, Violine Ladislau Cristian Andris & Sylvia Zucker, Viola Sarah Weilenmann & Gunta Abele, Violoncello PROGRAMM JOACHIM RAFF Oktett in C-Dur für vier Violinen, zwei Viola und zwei Violoncelli op. 176 FELIX MENDELSSOHN BARTHOLDY Oktett in Es-Dur für vier Violinen, zwei Viola und zwei Violoncelli op. 20 ÜBER DAS PROGRAMM Anfang 2022 bezog das Swiss Orchestra als Residenzorchester seine Heimstätte, die Andermatt Konzerthalle. Seither bestreitet der Klangkörper einen Grossteil des sinfonischen Programms von Andermatt Music. Das Swiss Orchestra macht die weitgehend unbekannte Schweizer Sinfonik der Klassik und Romantik wieder erlebbar und verbindet sie mit bekannten Meisterwerken der Weltliteratur. Neben Sinfoniekonzerten ist das Swiss Orchestra in Andermatt in der Rubrik «Swiss Orchestra Soloists» aber immer wieder auch in solistischen Formationen zu erleben. Im Konzert am 6. Juni 2027 vereinen sich die Stimmführer*innen der ersten und zweiten Violine sowie der Bratschen und Celli zu einem Oktett. Auf dem Programm stehen ein Werk des Schwyzer Komponisten Joachim Raff sowie eines von dessen Leipziger Förderer Felix Mendelssohn Bartholdy, der sich dafür einsetzte, dass Kompositionen von Raff beim renommierten Verlag Breitkopf & Härtel erscheinen konnten. Beide komponierten sie ein Werk für die relativ ungewöhnliche Gattung des Streichoktetts, dessen Besetzung für Kammermusik verhältnismässig gross, für ein Streichorchester aber im Grunde zu klein ist. Joachim Raff war zum Zeitpunkt der Komposition seines Oktetts in C-Dur 50 Jahre alt und befand sich mitten in seiner produktivsten Schaffensphase. Zum ersten Mal in seinem Leben konnte der Komponist von seinem künstlerischen Schaffen leben. Mendelssohn stand seine grosse Karriere noch bevor: Er war gerade einmal 16 Jahre alt, als er sein Oktett in Es-Dur komponierte. Es gilt als eines seiner frühen Meisterwerke und als Meilenstein der Kammermusik. Sowohl Raffs als auch Mendelssohns Oktett beinhaltet ein Scherzo (2. bzw. 3. Satz) – eine rasche und ausgelassene musikalische Satzform. Raffs Scherzo beginnt huschend, koboldhaft, geschäftig, flott und ist trotz der dynamischen Zurückhaltung voller Energie (der zweite Teil des kurzen Satzes wartet dann überraschend mit einer traumhaft-schönen Melodie auf). Auch in Mendelssohns Scherzo schwirrt es nur so hin und her. Fanny Mendelssohn beschreibt den Satz ihres Bruders bildhaft: «Das ganze Stück wird staccato und pianissimo vorgetragen, die einzelnen Tremulando-Schauer, die leicht aufblitzenden Pralltriller, alles ist neu, fremd und doch so ansprechend, so befreundet, man fühlt sich so nahe der Geisterwelt, so leicht in die Lüfte gehoben, ja man möchte selbst einen Besenstiel zur Hand nehmen, der luftigen Schar besser zu folgen.» Man darf also gespannt sein, was in Andermatt so alles durch die Konzerthalle fliegt.
Preisinformation
CHF 85.00 / 70.00 / 50.00 / 35.00 Kinder, Schüler*innen, Lernende sowie Studierende (bis 30 Jahre) erhalten 50% auf sämtliche regulären Tickets.
Webseite
https://andermattmusic.ch/de/event/zwischen-saiten-und-bergen/